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Schutz vor Einbrechern

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet weiterhin eine Zunahme bei tatsächlichen und versuchten Wohnungseinbrüchen. Besonders gefährdet sind dabei Wohnungen mit leicht zu erreichenden Fenstern und Türen. Schon mit ein paar einfachen Tipps und Tricks können Sie sich davor besser schützen.

Zahl der Wohnungseinbrüche weiter auf Rekordniveau

Auch im Jahr 2015 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik einen vergleichsweise hohen Anstieg der Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl. Waren es im Jahr 2013 noch 149.500 Fälle sowie 2014 insgesamt 152.123 Fälle, stieg die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr auf 167.136 erfasste Fälle – einschließlich der Einbruchversuche. Das ist ein Anstieg von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei 15,2 Prozent. Die Einbrecher verursachten dabei einen Schaden (nur so genanntes „Stehlgut“) von 441 Millionen Euro. Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren.

Gleichzeitig ist aber auch die Zahl der gescheiterten Einbrüche auf 42,7 Prozent weiter gestiegen (2014: 41,4 Prozent, 2013: 40,2 Prozent). Die intensivierten Präventionsmaßnahmen dürften maßgeblich zur Steigerung der Versuchshandlungen beigetragen haben. Zudem verdeutlichen die Zahlen die Relevanz polizeilicher Bemühungen, die Bevölkerung über mögliche Sicherungsmaßnahmen umfassend zu informieren.

Experten raten zur Installation von Sicherheitstechnik

Ein Wohnungseinbruch belastet die Opfer oftmals stark. Die Verbesserung des technischen Einbruchschutzes ist besonders wichtig, um möglichst viele Täter scheitern zu lassen und damit den Versuchsanteil zu erhöhen. Mittlerweile misslingen die Einbrüche nicht zuletzt durch vorhandene Sicherungseinrichtungen und eine aufmerksame Nachbarschaft. Jeder nicht vollendete Wohnungseinbruch reduziert nicht nur die psychische Belastung der Betroffenen, sondern verhindert auch, dass persönliche Gegenstände und Vermögenswerte entwendet werden.

„Eine Investition in Sicherheitstechnik kann effektiv vor Wohnungseinbruch schützen.“

Michael Bräuer, Sprecher der Firma ABUS

Michael Bräuer, Sprecher der Firma ABUS, einem der führenden Hersteller von Sicherheitstechnik erklärt: „Ein solider mechanischer Grundschutz für ein gewöhnliches Einfamilienhaus ist ab ungefähr 2.000 Euro umsetzbar, auf zehn Jahre gerechnet, liegt die Investition damit bei rund 15 Euro pro Monat. Noch besser geeignet ist eine Kombination von mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik. Sogenannte mecha­tronische Sicherheitsinstalla­tionen bilden eine Kombination aus massiven Schlössern und einem Alarmsystem. So wird der Einbrecher durch die Mechanik aufgehalten, während gleichzeitig die Alarmierung ausgelöst und der Täter unter Druck gesetzt wird.“

Kostenloser Sicherheitscheck durch Experten deckt die möglichen Schwachstellen auf

Da der Schutz gegen Einbrecher objektspezifisch ermittelt werden muss, sollten stets Fachleute zu Rate gezogen werden, die ein individuelles Sicherheitskonzept erarbeiten. Auf der Internetseite des Herstellers ABUS (www.abus.com) können Verbraucher einen Vor-Ort-Termin für einen Sicherheitscheck mit einem geprüften Fachhändler vereinbaren. Bei diesem Sicherheitscheck ermittelt der Profi, welche geeigneten Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Einbrüchen ergriffen werden sollten – unverbindlich und kostenlos, einfach per Kontaktformular.

Der beste Schutz – Zusammenspiel von Sicherheitstechnik und Aufmerksamkeit

Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln können Sie Ihren persönlichen Schutz bereits erhöhen. Die besten Tipps lesen Sie in der nachfolgenden Auflistung oder im ABUS-RatgeberUnd vergessen Sie nicht aufmerksam zu sein. Wenn Sie verdächtige Personen in der Nachbarschaft bemerken, sollten Sie sie ansprechen oder die Polizei informieren. Es gilt: Lieber einmal zu oft die Polizei anrufen, als einmal zu wenig!

Präventionstipps

So schützen Sie sich vor Tageswohnungseinbruch

  • Machen Sie die Fenster zu und schließen Sie die Wohnungs- und Haustüren stets ab. So verhindern Sie das einfache Eindringen mit dem Scheckkarten-Trick oder durch Aufhebeln.
  • Sichern Sie Haus- und Wohnungstüren, Nebeneingänge, Balkon- und Terrassentüren sowie Fenster mit mechanischen Sicherungen. Diebe scheuen das Risiko. Gut gesicherte Fenster und Türen zu öffnen, erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand und verursacht Lärm. Davor schrecken auch „Profis" zurück.
  • Sichern Sie Kellerlichtschächte und Kellerfenster zum Beispiel mit massiven, gut verankerten Gittern.
  • Auch Alarmanlagen können Einbrecher abschrecken, da sie das Entdeckungsrisiko erhöhen. Sie können mechanische Sicherungen aber nur ergänzen!

So schützen Sie sich vor Einbruch in der Urlaubszeit

Während der Urlaubszeit sind Hab und Gut besonders gefährdet. Einbrecher gehen gern zu Werke, wenn die Hausherren nicht da sind, Wohnungen und Häuser tage- oder wochenlang leer stehen. Dies sollte der potenzielle Täter daher nicht auf Anhieb erkennen können:

  • Vermeiden Sie überquellende Briefkästen und bitten Sie Nachbarn, diese regelmäßig zu leeren. Dabei hilft es auch, die Tageszeitung für die Urlaubszeit abzubestellen.
  • Kündigen Sie Ihren Urlaub nicht auf Social-Media-Kanälen an.
  • Hinterlassen Sie keine „Wir sind zwei Wochen verreist“-Nachricht auf dem Anrufbeantworter.
  • Alle Fenster und Türen abschließen.
  • Keine Ersatzschlüssel im Außenbereich verstecken.
  • Keine Kletterhilfen, wie Leitern oder Gartenstühle, herumliegen lassen.
  • Wertsachen wie Schmuck, Wertpapiere oder Bargeld sollten zumindest während der Abwesenheit in einem Bankschließfach aufbewahrt werden.
  • Licht über eine Zeitschaltuhr steuern und damit Anwesenheit signalisieren.
  • Blicksichere Adress-Kofferanhänger verwenden.

So sichern Sie Ihre Türen gegen Einbruch

  • Die Wohnungstür nur zuziehen reicht nicht! Schließen Sie immer ab.
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel nicht draußen! Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Bauen Sie in die Tür ein einbruchhemmendes Schloss mit besonders geschütztem Profilzylinder ein sowie einen Schutzbeschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung.
  • Im Mauerwerk verankerte oder verlängerte Schließbleche können das Aufhebeln der Tür wesentlich erschweren. Gegen das Aufhebeln im Bandbereich schützen Hintergreifhaken.
  • Verstärken Sie schwache Türblätter.
  • Bauen Sie ein gutes Zusatzschloss mit Sperrbügel ein. Dadurch wird auch das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert und das Eindringen von ungebetenen Gästen erschwert.
  • Bauen Sie in die Tür einen Weitwinkelspion ein, damit Sie sehen, wer geklingelt hat. Wenn Sie Unbekannten die Tür öffnen, dann nur bei vorgelegtem Sperrbügel.
  • Lassen Sie bei Neu- und Umbauten genormte und geprüfte einbruchhemmende Fenster und Türen einbauen. Sie können sich dann eine eventuelle Nachrüstung sparen.
  • Vergessen Sie die Sicherung der Nebeneingangstüren nicht.
  • Wechseln Sie bei einem Schlüsselverlust den Schließzylinder aus.

So sichern Sie Ihre Fenster, Terrassen- und Balkontüren

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch dann, wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen. Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Sichern Sie Fenster und Fenstertüren mit absperrbaren Zusatzsicherungen (Aufbruchsperren). Absperrbare Fenstergriffe allein genügen nicht. Fenster werden häufig aufgehebelt – dazu reicht schon ein Schraubendreher.
  • Vernachlässigen Sie auch Fenster und Balkontüren in den oberen Stockwerken nicht, Einbrecher sind manchmal wahre Kletterkünstler. Leitern, Gartenmöbel, Kisten, Mülltonnen, Rankgerüste und andere Gegenstände dienen als Kletterhilfen.
  • Terrassen- und Balkontüren können Sie auch mit Rollgittern oder Gittertüren sichern. So ist es möglich, die Türen selbst zum Lüften offen oder gekippt zu lassen.
  • Rollläden sollten zumindest gegen das Hochschieben gesichert werden. Wichtig ist aber auch eine Sicherung der Fenster selbst, denn häufig wird gerade tagsüber eingebrochen.

So schützen Sie Ihre Wertsachen

  • Lassen Sie Wertsachen zu Hause nicht offen herumliegen.
  • Besonders wichtige Dokumente, wertvolle Sammlungen, Gold sowie Schmuck, der nur selten gebraucht wird, sind am sichersten bei Ihrer Bank im Schließfach aufgehoben.
  • Sparbücher, Scheckformulare, häufig getragener wertvoller Schmuck und Bargeld werden am besten in einem Wertbehältnis untergebracht. Kaufen Sie jedoch nicht den nächstbesten Safe! Auskünfte über geeignete Modelle erteilen Ihnen polizeiliche Beratungsstellen.
  • Markieren Sie Ihre Wertgegenstände, machen Sie Fotos und notieren Sie die wichtigsten Daten in einer Wertgegenstandsliste. Eine Vorlage für diese Liste können Sie unter www.k-einbruch.de herunterladen.

Infobroschüre des WEISSEN RINGS

Informationen zum Thema Einbruchschutz finden Sie auch in unserer Broschüre:

Broschüre

„Machen Sie Einbrechern das Leben schwer!“

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