WEISSER RING e. V.
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WEISSER RING lässt niemanden allein

Bundesweit werden nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden aktuell mehr als 11.500 Menschen vermisst, darunter sind Kinder und Jugendliche. Die Gesamtzahl der Vermissten umfasst sowohl Fälle, die sich innerhalb weniger Tage aufklären, als auch Vermisste, die bis zu 30 Jahre verschwunden sind. Pro Tag werden nach BKA-Angaben deutschlandweit etwa 200 bis 300 Fahndungen nach Vermissten neu erfasst und aber auch gelöscht, denn in den meisten Fälle tauchen die Vermissten wohlbehalten wieder auf. Einige Kinder und Jugendliche bleiben jedoch dauerhaft verschwunden. Am 05.03.2020 waren in Deutschland - gerechnet ab dem frühesten registrierten Vermisstendatum 03.03.1951 bis heute - insgesamt 1.869 ungeklärte Fälle vermisster Kinder in der Datei "Vermi/Utot" erfasst. 

Der Albtraum aller Eltern: Das eigene Kind ist von einer Sekunde auf die andere nicht mehr da - verunglückt, weggelaufen, verschleppt oder in die Fänge eines Sexualstraftäters geraten. Der WEISSE RING versucht in Fällen mit Kriminalitätshintergrund die Eltern in ihrer verzweifelten Situation zu unterstützen. Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS, sagt in einem Interview (24.05.2020) mit dem Bonner General- Anzeiger über Eltern, deren Kind verschwunden ist: „Das ist mit die schwerste Situation, die man aushalten muss“. Etwa 99 Prozent der vermissten Kinder und Jugendlichen kämen zwar schnell zurück. "Eltern vermisster Kinder brauchen eine lange Begleitung und psychologische Unterstützung, mit der Situation umzugehen.“

Der WEISSE RING lässt niemanden allein: Eltern, deren Kinder in Folge einer Straftat vermisst werden, können von der Opferhilfeorganisation in ihrer schwierigen Situation unterstützt werden – zum Beispiel mit menschlichem Beistand oder bei Behördengängen. Ist unklar, ob das Verschwinden des Kindes mit einem Verbrechen zusammenhängt, nimmt der WEISSE RING seine Lotsenfunktion wahr und vermittelt an Partnerorganisationen, zum Beispiel an die Initiative vermisste Kinder.

 

 Hinweise:

Interview mit Bianca Biwer

Initiative vermisster Kinder

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