WEISSER RING e. V.
Menü

WEISSER RING vergibt Journalisten-Preis 2015

09.11.2015

Roswitha Müller-Piepenkötter (l.), Marek Erhardt (2.v.l.), Olaf Scholz (5.v.r.), Moderator Dr. Martin Wilhelmi (r.) und die Laudatoren gratulieren den Gewinnern des Journalisten-Preises des WEISSEN RINGS. Foto: WEISSER RING/Oliver Doll

Ausgezeichnete Beiträge stellen Kriminalitätsopfer in den Fokus der Berichterstattung

Der WEISSE RING hat die Journalistinnen Anna Sophie Inden, Britta Reinke, Nicole Rosenbach und Eva Britz in Hamburg mit seinem Journalisten-Preis ausgezeichnet. Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität vergab den Preis zum fünften Mal und würdigte damit journalistische Beiträge, die aufklärerisch und sensibel das öffentliche Bewusstsein für die Situation von Kriminalitätsopfern stärken. „Zu oft dreht sich in der medialen Berichterstattung alles um den Täter", sagte Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGS, bei der Preisverleihung im Grand Elysée Hotel. Nach den Worten von Müller-Piepenkötter würden sich die prämierten Beiträge hiervon in beachtlicher Weise abheben, indem sie ihren Fokus auf die Belange, Bedürfnisse und Rechte des Opfers legten. „Unsere volle Aufmerksamkeit muss denjenigen gehören, die durch Verbrechen unverschuldet in eine Notlage geraten sind", unterstrich Müller-Piepenkötter. Der WEISSE RING mache sich immer wieder öffentlich hierfür stark – eine Herausforderung, die gerade auch die prämierten Beiträge eindrucksvoll meisterten. Olaf Scholz, Schirmherr der Veranstaltung sowie Erster Bürgermeister und Senatspräsident von Hamburg, betonte die Notwendigkeit eines effektiven Opferschutzes in Deutschland: „Wir müssen am Gewaltmonopol des Staates festhalten, das moderne Strafrecht weiter entwickeln und den Opferschutz stärken." Opferschutz sei das „dritte Element im zivilisatorischen Bemühen um die Reduzierung von Gewalt". Die Arbeit des WEISSEN RINGS zeige das in hervorragender Weise. Die Leistungen des Vereins und seiner Mitarbeiter bezeichnete er als „bemerkenswert". Die Jury zeichnete journalistische Beiträge in den Kategorien Print, Fernsehen und Hörfunk aus. Prämiert wurde in der Kategorie Print Anna Sophie Indens Beitrag „Ein Schlag. Zwei Leben" (Ostfriesland Magazin, Ausgabe November 2013), der den Lebensweg eines damals 26-jährigen Gewaltopfers nach der Tat beschreibt. In der Kategorie Fernsehen gewann der Beitrag „Im Netz von Sextätern – Wie Jugendliche per Chat zum Opfer werden" der WDR-Redakteurinnen Britta Reinke und Nicole Rosenbach (Sendungsformat „Menschen hautnah", ausgestrahlt am 6. März 2014). In der Kategorie Hörfunk ging die Auszeichnung an den Beitrag „Britta lebt" der SR 3 Saarlandwelle-Redakteurin Eva Britz (Sendungsformat „Land und Leute", ausgestrahlt am 20. April 2014), der sich mit den Folgen eines Gewaltverbrechens für eine junge Frau befasst. Die Auszeichnungen waren mit einem Preisgeld von je 3.000 Euro dotiert. Hinweis: https://www.weisser-ring.de/internet/medien/journalisten-preis/journalisten-preis-2015/impressionen-2015/index.html