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Zeig’s allen – zeig Zivilcourage

Bei Zivilcourage geht es darum, hinzusehen und hinzuhören. Nicht wegzuschauen oder gar wegzugehen. Denn zu einem Notfall oder einer bedrohlichen Situation kann es überall kommen. Auf der Straße, an der Bushaltestelle, am Arbeitsplatz, im Park – überall im öffentlichen Raum. Beweisen muss sich diese Haltung in Situationen, in denen Würde und Integrität einer Person oder auch ihre zentralen Werteüberzeugungen verletzt werden.

Foto: Fotolia - deagreez

Regeln der Zivilcourage:

  • Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!
  • Beobachten Sie die Situation genau und handeln Sie gegebenenfalls aus der Distanz.
  • Rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Handeln Sie möglichst, bevor sich die Situation zuspitzt.
  • Bitten Sie andere um Mithilfe und holen Sie sich Unterstützung.
  • Kümmern Sie sich um das Opfer.

Wenn Sie selbst einmal Hilfe brauchen:

  • Machen Sie lautstark auf sich aufmerksam.
  • Sprechen Sie Passanten direkt an, z.B.: „Sie mit der roten Jacke, helfen Sie mir!“ und bitten Sie um konkrete Hilfe: „Rufen Sie bitte die Polizei.“
  • Weisen Sie klar auf Ihre Notlage hin: „Das ist ein Notfall.“
  • Siezen Sie den Täter „Hören Sie auf!“
  • Schreien Sie.
  • Wenn Sie Ihr Handy zur Hand haben, rufen Sie den Notruf 110.
  • Nutzen Sie den Überraschungseffekt. Tun Sie etwas, womit der Täter nicht rechnet. Das ist von der Situation abhängig. Leider gibt es dafür kein Patentrezept.
     

Infobroschüre des WEISSEN RINGS:

Warum couragiertes Handeln wichtig ist und wie Sie in Notsituationen richtig helfen, beantwortet auch unsere Broschüre „Zeig’s allen – zeig Zivilcourage“.

 

Broschüre

Broschüre „Zeig's allen - zeig Zivilcourage“

 

Wer hilft, ist besonders abgesichert

Wer in einer bedrohlichen Situation Zivilcourage zeigt und sich für einen anderen einsetzt, ist über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Diese Versicherung greift auch, wenn persönliche Gegenstände wie die Kleidung, das Handy, die Tasche oder das Auto beschädigt werden.

Bei gesundheitlichen Schäden von Nothelfern leistet ebenfalls die gesetzliche Unfallversicherung. Wenn Nothelfer selbst durch einen vorsätzlichen und rechtswidrigen tätlichen Angriff, durch körperliche Gewalt geschädigt werden, können daneben weitere Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz bestehen.

Wichtig ist, dass man diese Ansprüche kennt. Denn Leistungen müssen beantragt werden. Der WEISSE RING unterstützt Betroffene bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche.

 

Links zum Thema

aktion-tu-was.de - Initiative der Polizei für mehr Zivilcourage

Gesicht zeigen! – Initiative gegen Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und rechts­ex­treme Gewalt

Themenblätter Zivilcourage – Unterrichtsmaterial zum Thema von der Bundeszentrale für politische Bildung

Materialien zu Zivilcourage und Gewaltfreiheit – Seite der Berghof Foundation, ehemals Institut für Friedenspädagogik Tübingen e. V., mit einem Buchkapitel "Zivilcourage lernen" und mehr

Zivilcourage-Portal der Universität Zürich – Forum zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis

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